Peter Meier-Beck ist Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof im Ruhestand und ist seit dem Ende seiner Dienstzeit als Schiedsrichter, Streitschlichter und unabhängiger Berater in Patentstreitfällen tätig.
Er wurde 1955 in Düsseldorf geboren und erhielt seine juristische Ausbildung an den Universitäten Bonn und Freiburg im Breisgau. In Freiburg legte er 1980 das erste Staatsexamen ab und wurde 1982 zum Dr. jur. promoviert. Nach dem zweiten Staatsexamen war er 1984 für kurze Zeit in Düsseldorf als Rechtsanwalt tätig, bevor er zum Jahresende in den Justizdienst des Landes Nordrhein-Westfalen eintrat.
Als Richter auf Probe und Richter am Landgericht gehörte Peter Meier-Beck bis 1991 der 4. Zivilkammer des Landgerichts Düsseldorf an, vor die die meisten und bedeutendsten nationalen und internationalen Patentstreitfälle gebracht wurden und deren Vorsitz zunächst Rüdiger Rogge und nach dessen Wahl zum Bundesrichter Gisbert Steinacker führte.
Von 1991 bis 1993 war Peter Meier-Beck als Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf tätig, wo er dem 19. Zivilsenat angehörte und ein Verwaltungsdezernat leitete, das sich vornehmlich mit Regressansprüchen und der Dienstaufsicht befasste sowie die Aufgaben der Zentralen Behörde des Landes Nordrhein-Westfalen für Zustellungsersuchen im internationalen Rechtsverkehr wahrnahm.
1993 kehrte Peter Meier-Beck zum Landgericht Düsseldorf zurück, wo er das Amt des Vorsitzenden der 4. Zivilkammer übernahm, die ganz überwiegend Patentverletzungssachen, daneben aber auch Streitfälle aus dem Markenrecht, dem Lizenzvertragsrecht, dem Arbeitnehmererfindungsrecht und dem Sortenschutzrecht zu verhandeln hatte.
Im Jahr 2000 wurde Peter Meier-Beck zum Richter am Bundesgerichtshof gewählt, wo er Mitglied des X. Zivilsenats und 2002 auch Mitglied des Kartellsenats wurde.
Wie noch heute bildeten zu dieser Zeit die Berufungen in Patentnichtigkeitssachen den Schwerpunkt der Arbeit des X. Zivilsenats. Zu den weiteren Rechtsgebieten des Senats gehörten Patentverletzungs- und Patentlizenzsachen, das Sortenschutzrecht, das Vergaberecht, das Werkvertragsrecht (mit Ausnahme der Bausachen), das Reise- und Personenbeförderungsrecht sowie das Schenkungsrecht.
2010 wurde Peter Meier-Beck zum Vorsitzenden Richter am Bundesgerichtshof ernannt und übernahm den Vorsitz im X. Zivilsenat, nachdem er bereits seit 2009 den zur Entlastung des X. Zivilsenats vorübergehend eingerichteten Xa-Zivilsenat geleitet hatte. Im September 2019 schied er aus dem X. Zivilsenat aus und übernahm den Vorsitz des bis dahin von der Präsidentin des Bundesgerichtshofs geleiteten Kartellsenats und des neu eingerichteten XIII. Zivilsenats. Mit Erreichung des gesetzlichen Ruhestandsalters schied er Ende September 2021 aus dem Amt aus.
Peter Meier-Beck lehrt seit 1995 das Recht des geistigen Eigentums, insbesondere Patentrecht. An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die ihn 2005 zum Honorarprofessor ernannte, ist er Mitdirektor des Zentrums für Gewerblichen Rechtsschutz. Die Juristische Fakultät des University Colleges London ernannte Peter Meier-Beck im Jahr 2022 zum Honorarprofessor.
Seit dem 1. Juli 2024 ist Peter Meier-Beck Internationaler Richter des Singapore International Commercial Courts (SICC).